Hoffnung

Weltanschauung

Schwermütige Gedanken

Ich irre durch meine Wohnung in der Nacht, in Hoffnung auf eine Antwort auf meine Fragen, die mich schon seit unzähliger Zeit quälen. Die Youtube Videos in denen ich oft nach Antworten suchte oder mir Zerstreuung brachten sind hohl und leer.

Meine Gedanken kreisen im meinem Kopf umher, Konzentration ist daher schwer. Geplagt von Krankheiten, welche sich schmerzlich und kraftraubend auf meinen Körper niederschlugen, haben nun auch Zugang zu meiner Psyche gefunden. Nun fordert alles ihren Tribut. Die ganzen Monate in denen ich weiter machte obwohl mir nur wenig Rückhalt entgegengebracht wurde.

Unterschätzt, verleugnet, gebrandmarkt, abgestempelt, verraten , missverstanden, und vieles mehr. Ja das alles habe ich hin und auf mich genommen, weil ich ein hehres Ziel hatte. Doch wie weitermachen, jedes mal etwas aus dem nichts erschaffen. Ich bin müde und kraftlos. Noch einmal strecke ich meinen Kopf aus dem Fenster und der Wind bläst mir ins Gesicht.

Mein Blick gen Himmel gerichtet und schicke meine Fragen in Gedanken an das dunkle Firmament. „Warum bin ich hier? Wozu Lebe ich? Warum kann ich nicht so sein wie andere?“ Worüber sich andere amüsieren und lachen, habe ich gerade noch ein schmunzeln übrig.

Während andere sich Gedanken machen über Haus, Auto und ihren nächsten Urlaub, mache ich mir eher über substanzieller Sachen Gedanken. „Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was gibt es hinter unserem Spektrum? Wie Lösen wir weltliche Probleme?“ Ich habe schon versucht mit anderen zusammen zu arbeiten aber entweder läuft es schleppend oder man zeigt mir deutlich wie wenig meine Ideen oder Umsetzungen wert sind.

Hoffnung! Wie soll man Hoffnung haben, wenn alles was man tut doch nichts wert ist? Wie soll man weitermachen wenn einem die Kraft und der Mut zum weitermachen fehlt. Floskeln welche Aufheiterungsversuchen oder gar destruktive Geistesergüsse, welche von Individuen stammen, die über keinerlei Einfühlungsvermögen verfügen, behaltet dies bitte für euch. Mir geht es nicht darum Mitleid oder Unterstützung zu erhaschen. Mir geht es darum aufzuzeigen, wie Anstrengend und wie Gedanken verworren das Leben sein kann, wenn man anders ist oder anders fühlt.

Wie es ist, wenn das Essen keinen Geschmack mehr hat. Wenn nichts mehr einen Sinn oder Zweck hat. Wie es ist, wenn man nur verzweifelt versucht eine Existenzgrundlage für sich zu finden. Ich fühle mich leer, so leer wie Unterhaltungen über das Wetter und Politik. Ich bin zu schwach um Ego gehaltenes Geschwafel weiterhin zu ertragen. Ich bin müde von dem Elend welches mich umgibt und nur wenige bereit sind, daran etwas zu ändern. Ich bin es leid zu sehen wie die Menschen Ideologien und falschen Führern hinter her laufen und dabei die aufrichtigen übersehen werden.

Hoffnung! Darauf, dass sich die Menschen ändern oder gar die Welt?

Darauf, dass alles von alleine besser wird? Darauf, dass die Menschen wieder zu ihren Wurzeln finden und der Schein dem Sein weicht?

Wenn man im Geiste dem Tode näher als dem leben ist, weil einem alles zu schwer und so völlig sinnlos vorkommt. Wie kann einem da die Hoffnung nahe sein?

Ich hoffe ihr erwartet jetzt keinen Lösungsvorschlag oder aufmunternde Worte. Ich zeige lediglich auf, durch welches tiefes emotionales Tal ich oft wandere. Falls es euch auch oder mal ähnlich so geht, damit ihr wisst ihr seid nicht alleine. Das Leben geht weiter, doch um welchen Preis?

Dunkle Gedanken von Mario Henninger copyright 2026