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Wem nützt das Abkommen wirklich
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Die Europäische Union unterzeichnet Freihandelsabkommen mit den Mercosur Staaten in Lateinamerika – offiziell auch mit dem Versprechen, Kleinbauern und mittelständische Landwirtschaft auf beiden Kontinenten zu stärken.
Doch die Realität vor Ort erzählt eine andere Geschichte.
In Europa stehen Landwirte zunehmend vor dem wirtschaftlichen Aus, da Kleinstrukturen und Vielfalt und Biodiversität keinen Platz im Konzept der Mächtigen haben.
In Paraguay und anderen südamerikanischen Ländern sehen sich Bauern mit industrieller Agrarproduktion, Monokulturen, Bodenlebenverlust, Landkonzentration und Exportmonopolen in einem ungenannten Ausmaß und Tempo konfrontiert.
Regionale Lebensmittel verschwinden vom Markt – nicht, weil sie schlechter sind, sondern weil sie ökonomisch verdrängt werden. Die Qualitäten dieser Nahrungsmittel sind meist nur mehr Füllstoffe und haben mit dem Leben im Mittel kaum mehr was zu tun.
Die Frage drängt sich auf:
Wo sind die Strukturen und Voraussetzungen in der Praxis für Kleinbauern, die angeblich profitieren?
Bis heute kennt kaum jemand konkrete Beispiele, weder in Europa noch in Paraguay und auch die nachvollziehbaren Fakten sprechen dazu eine ganz andere Sprache.
Stattdessen profitieren vor allem:
internationale Agrar- und Rohstoffkonzerne
exportorientierte Großbetriebe
politische und wirtschaftliche Lobbystrukturen
Chemieindustrie, Autoindustrie und Maschinenindustrie
Was als „Freihandel“ verkauft wird, bedeutet für viele:
Verlust von Ernährungssouveränität und Qualität
Abhängigkeit von globalen Lieferketten
das Ende regionaler Märkte und bäuerlicher Existenzen
In dieser Sendung wollen wir ergebnisorientiert hinschauen:
Wer waren die Gewinner bisher und was sollte sich durch die Vereinbarung verändern und verbessern?
Wer zahlt den Preis?
Und wie könnte eine faire, lebensdienliche Handelspolitik wirklich aussehen?
Ein Gespräch über ganzheitliche Auswirkungen in der Landwirtschaft und dessen Auswirkung auf Mensch und Umwelt
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